Kapitel 6 – Prügelnder Frust statt leidenschaftlicher Lust – Teil 3

Da Katja und ich uns ja auf einer BDSM-Onlineplattform kennen und schätzen gelernt hatten, hatten wir natürlich auch ein wundervoll versaut phantasievoll sexuelles Verhältnis miteinander. Dieses spielte sich aber fast ausschließlich nur im Kopf ab. Katja selbst war auf Grund ihrer unzähligen psychischen Störungen und den damit verbundenen körperlichen Leiden überhaupt nicht zu einer „normalen“ Sexualität fähig. Katja litt unter mehr oder weniger ständigen Kopf- sowie Bauch- und Unterleibsschmerzen. Ihre Periode war trotz Pille völlig unregelmäßig und dann kamen noch ihre Verhaltensstörungen mit hinzu. Katja hatte das kindische Gemüt einer zwölfjährigen und mir war klar, dass es noch ein langer Weg werden würde, bis sie überhaupt eine gesunde Sexualität mit all seiner wunder- und reizvollen Gefühlswelt erleben durfte.

Für mich stand dadurch außer Frage, dass ich Katja in der aktuellen Situation überhaupt nicht sexuell bedrängen würde und ein möglicher Geschlechtsverkehr mit ihr war für mich in dieser Situation sowieso ein absolutes NoGo. Alleine die Vorstellung, ich würde diesem so unbeschreiblich empfindsamen Wesen bei dem Versuch in sie einzudringen weh tun, war für mich eine totale Horrorvorstellung. Da meine mich betreffende Sexualität sowieso zuerst im Kopf stattfindet, verweigerte somit auch mein bester Freund absolut seine Arbeit. Ich kann unter all solchen Umständen nicht mal im Traum ans Vögeln denken, was Katja natürlich als Erektionsstörung bei mir interpretierte. Sie selbst hätte sich nur allzugern hingegeben, was ich aber unter den gegebenen Umständen als gefühlstechnische Horrorvision ansah. Um der Unterleibsprobleme und der unregelmäßige Periode von Katja Herr zu werden, setzten wir in gemeinsamer Absprache ihre Pille ab, die eh gerade aufgebraucht war.

Wer sich ein wenig mit dem „geistig gesunden“ BDSM auskennt, der weiß, dass das BDSM die schönste Form ist, den Geist zu vögeln und genau nach dieser Prämisse lebe ich meine phantasievoll versaute Sexualität auch aus. Ich persönlich möchte meine (sexuelle) Leidenschaft und nicht meine psychischen Störungen ausleben. Meine wundervollen psychischen Störungen bzw. dessen Rückstellungen lebe ich schon zu genüge innerhalb unseres zu tiefst gestörten Gesellschaftssystems aus bzw. zelebriere ich dieses ja inzwischen sogar sehr bewusst und noch dazu mit sehr viel Enthusiasmus und Lebensfreude.

*) Von der Sexualität her bin ich übrigens noch dazu „transfinanziell“. Ich bin ein reicher Mann, gefangen im Körper eines armen. 😉

Ich versuchte dies alles Katja ebenfalls bestmöglich zu vermitteln und sie sog auch diese Informationen wieder wie für sie üblich, wie ein total ausgetrockneter Schwamm das Wasser aufsaugt, in sich auf. Im Rahmen zahlreicher Gespräche legten wir nun auch für Katja als oberstes Ziel fest: „Ich möchte meine Leidenschaft und nicht meine psychischen Störungen ausleben“*. Dieses Ziel druckte ich sogar für Katja auf ein DIN A4 Blatt aus und hing es in unserem Zimmer bei Frigga an die Wand…

*) Solche und ähnliche Sprüche bzw. Klugscheißereien fallen mir unentwegt als geistige Abfallprodukte meiner ständigen Denk- und entsprechenden Analysetätigkeiten ein. Ich nutze diese Sprüche dann z.B. für (Ab-)Wahlplakate im Rahmen meiner Kandidaturen als parteilooser Direktkandidat.

Katja selbst riss das aufgeknüpfte Blatt noch am selben Abend, als sie ihren nächsten Wutanfall bekam, von der Wand und zerriss ihn voller Wut von oben nach unten in zwei Teile durch. Nach ihrem Wutanfall, als Katja wieder zugänglich war, klebten wir das Blatt mit dem Riss gut sichtbar wieder zusammen und hängten es auch wieder an der selben Stelle an der Wand auf. Der Riss im Blatt zeigte nun nicht nur unser Ziel an, sondern auch, warum es so wichtig für Katja war, dass wir dieses Ziel niemals aus den Augen verlieren dürfen.

Katja war noch dazu völlig darüber verwundert, warum Frigga nicht wütend darüber war, dass Katja das Blatt und damit unser Ziel in ihrer Wut zerrissen hatte. Frigga amüsierte sich eher darüber wie thematisch passend nun das Blatt mit seinem Riss aussah. Damit, dass Frigga und ich eine völlig andere Sichtweise auf das Leben und unsere (schizophrene) Gesellschaft haben und dies noch dazu mit den sich daraus ergebenden „nicht normalen(?)“ Handlungssträngen, kam Katja kaum klar, gleichzeitig war sie aber total fasziniert davon.

Nachdem Katja das Blatt mit ihrem bzw. nun sogar unserem Ziel als Spruch (ich lebe ja schon lange nach dieser Maxime) zerrissen hatte, fragte sie mich total geknickt und traurig, was sie denn noch tun könnte, damit sie es auch wirklich schaffen kann, um aus ihren vielen psychischen Beeinträchtigungen heraus zu kommen. Wir hatten diesbezüglich zahlreiche Gespräche und Katja verlor natürlich immer wieder sehr schnell ihren Mut. Aber das war ja in dieser absoluten Anfangsphase in Bezug auf Katjas kommende Bewusstmachungsarbeit ganz logisch und absolut nicht schlimm. Ich verstand mich ja im Sinne von Katja nicht nur als ihr sexueller sondern auch als ihr Lebensassistent. Ich wollte für Katja so lange ihr persönlicher Mutmacher sein, biss sie auf Basis eines gestärkten Selbstwertgefühls und Selbstvertrauens keinen Mutmacher mehr von außen benötigt. Dass dies viele Jahre brauchen würde, war mir mehr als bewusst, denn diesen Prozess hatte ich ja selber bereits mit sehr viel diesen Weg begleitenden Seelenschmerzen durchlebt, wobei mein Mutmacher meine sehr intensiven Beschäftigungen mit dem Thema rund um das bedingungslosen Grundeinkommen (BGE) war. Aus diesem Grund vertreten Frigga und ich auch die Maxime: „ Grundeinkommen durch Therapie – Therapie durch Grundeinkommen**. Dieses ist auch Teil unserer freien Initiative „Weltrettung durch Therapie“.

**) (Nicht nur) Mit dieser Initiative bzw. der entsprechenden Aufklärungs- und Bewusstmachungsarbeit wollen wir u.a. den BGE-Grinch bzw. die BGE-Grincheninninen*** aus unserer Gesellschaft vertreiben.

***) Ich empfinde das Gendern aller Brüder und Brüderinnen als sehr wichtig. 😉

Durch meine intensive Beschäftigung mit diesem Thema und meinem entsprechenden Aktionismus als hyperaktiver Taugenichts, konnte ich mich von den vielen negativen Folgen der massiven Entwertungen und Entrechtungen, die mir meine eigene Familie und die Gesellschaft ab der frühen Kindheit zugefügt hatten, wieder befreien. Ich schaffte es dadurch mich von jeglichen falschen Schuldüberfrachtungen**** sowie Schritt für Schritt aus dem anerzogenen bzw. tief konditionierten Stockholm-Syndrom und der damit einhergehenden (hauptsächlich durch unser Schulwesen) eingeprügelten Schmerzresistenz wieder zu befreien. Ich selbst bin diesen sehr harten Weg ja (fast) ganz alleine gegangen.***** Für Katja wünschte ich mir, dass ich ihr helfen kann, diesen Prozess abkürzen zu können, damit sie vielleicht in ein paar Jahren völlig aus der gesetzlichen Betreuung raus kommen kann und nur noch bestimmte bzw. unbedingt notwendige Lebensassistenten benötigt.

****) Auch deswegen gehen mir meine mannigfaltigen Schufa-Einträge völlig am Gesäß vorbei und alle diesbezügliche Post geht sofort in die kreisrunde Ablage (so wird in Fachkreisen der Papierkorb benannt), außer wenn Frigga daraus (wie sie es bereits mit ihren Hartz-IV-Bescheiden gemacht hat) Origamiesterne bastelt und bei eBay versteigert.

*****) Auch auf Basis all dieser Erkenntnisse lautet der Leitspruch der von mir initiierten Initiative „Grundeinkommen für alle“ auch: „Grundrechte denken, statt Almosen schenken“.

Auf Katjas Wunsch hin, noch intensiver an sich arbeiten zu wollen, um sich so auch mit eigener Kraft aus ihren psychischen Beeinträchtigungen heraus zu arbeiten, fragte mich Katja, was sie selber noch tun könne. Ich versuchte Katja zu vermitteln, dass man dies nicht so einfach sagen bzw. festlegen kann. Jeder Mensch ist sehr unterschiedlich und deswegen muss jeder seine eigenen Methoden finden. Mir z.B. hilft das therapeutische Schreiben und dass ich meinen so aufgeschrieben (Lebens-) Schmerz (auf Grund meiner kindlichen Störung – siehe mein Kapitel „Motivation zur Veröffentlichung dieser Erlebnisse“ – z.B. per Internetpräsenz) so laut ich nur kann in die Welt schrei(b)e.****** Diese Methode würde aber Katja in ihrer jetzigen Situation nicht viel nützen, da sie dafür nicht die seelische Kraft und (noch nicht) die entsprechenden Fähigkeiten hat.

******) Mit einer internetten Präsenz bedränge ich niemanden, denn es muss sie ja keiner lesen, der keine Lust oder Interesse daran hat. Diese rücksichtsvolle Protest- und anklagende Vorgehensweise musste ich aber auch erst einmal selber lernen.

Ich schlug Katja auf ihren Wunsch hin und auf dieser Basis vor, ihr verschiedene Möglichkeiten aufzuzeigen und wenn sie diese probieren möchte, könnte sie spüren, ob oder welche Möglichkeit ihr beim verstehen bzw. verarbeiten hilft. Katja war natürlich auch von dieser Idee bzw. Vorgehensweise wieder total begeistert und faste wieder Mut, dass sie es gemeinsam mit meiner (anfänglichen) Hilfe schaffen würde, sich aus ihren zahlreichen psychischen Beeinträchtigungen heraus zu arbeiten.

Ich schlug Katja als Erstes vor, sie möge sich ein liniertes Blatt Papier nehmen und das ganze Blatt nach und nach mit ihrem bzw. unserem Leitsatz voll schreiben. Damit würde sie sich unseren Leitsatz immer besser einprägen. Außerdem vermittelte ich Katja, dass alles, was ich ihr empfehle, grundsätzlich IMMER auf absoluter Freiwilligkeit beruht. Ich würde sie niemals zu etwas zwingen oder sie bedrängen. Ich erklärte ihr des Weiteren, dass NUR SIE alleine IHR Tempo oder ob es überhaupt vorwärts gehen soll, bestimmt. Da Frigga kein liniertes Papier im Hause hatte, entwarf ich schnell welches auf meinem Laptop und druckte es ihr einfach aus. (Ich führe, wenn ich irgendwo eine längere Zeit verweile, immer auch meinen relativ kleinen s/w-Laserdrucker in meinem Reisegepäck mit, da ich ja nur so schnell etwas schriftliches in die reale Welt setzen kann. (Handschriftlich kann ich ja nicht einen einzigen Satz fehlerfrei schreiben.)

Wie für MEINE Katja üblich, machte sie sich umgehend still und heimlich ans Werk und es dauerte nicht lange, da stand Katja mit einem unbeschreiblichen Stolz vor mir und zeigte mir das von ihr handschriftlich ausgefüllte Blatt*******

Ich möchte meine Leidenschaft ausleben

*******) Das handschriftliche Beschreiben dieses Blattes war die erste Tätigkeit, die Katja vollführte ohne dabei ihr Tablett zu benutzen. Sie war ja sonst, so viel sie nur konnte über ihr Tablett in der künstlichen Online-Welt unterwegs.

Ich war ehrlich gesagt von Katjas unbeschreiblich starkem Willen an sich so intensiv arbeiten zu wollen selber völlig überrascht und total perplex. Ich war unbeschreiblich berührt und wusste, dass wir gemeinsam auf dem richtigen Weg sind und wir gemeinsam einer wundervoll erfüllten und (sexuell) abenteuerlichen Zukunft entgegen lebten. Am liebsten hätte ich MEINE jungfräuliche Katja zu Boden geknutscht, aber das ziemt sich nicht für einen alten (ständig) geilen Bock wie mich.

Ich selbst betrachtete mich auch nicht als Katjas Liebhaber oder ihr zukünftigen Stecher oder sonst etwas in dieser Richtung, sondern eher als ihr „sexueller Assistent“, der sie – IN IHREM SINNE – führt und sie gleichzeitig beschützt. Das mir Katja dabei irgendwann, wenn sich ihre psychischen Beeinträchtigungen normalisieren würden, als Sexualpartnerin entgleiten wird, war mir absolut klar. Wenn Katjas psychischen Beeinträchtigungen irgendwann, so gut es nur geht ausgeheilt sind, würden sich auch ihre sexuellen Wünsche normalisieren. Sie würde sich dann eventuell sogar für Partner in einem für sie passend Alter interessieren. Das war mir von Anfang an bewusst und ehrlich gesagt empfinde ich nichts Schöneres, als einen geistig gesunden und emotional gestärkten Menschen als wertvollen Freund bzw. Freundin zu haben.

Ich selbst glaubte auch nicht daran Katja so schnell zu verlieren, denn da ich sowieso die weibliche Artenvielfalt sehr mag, bin ich natürlich auch polyamorös eingestellt. Ich betrachte Frauen nicht als (mein) Eigentum (es sei denn eine Frau wünscht es im Rahmen des BDSM so behandelt zu werden), sondern als Bereicherung des (Liebes-) Lebens und dies von einer animalisch sexuellen bis hin zu einer hoch geistig platonischen Beziehung.

Mein Lohn für all die Mühe um Katja ist dabei zum einen, dass ich hautnah mit dabei sein darf, wie Katja zu einer wundervoll anmutigen und trotzdem sexuell HERRlich phantasievollen Frau heran reift. Und zum anderen sind es auch die sexuellen Abenteuer, die Mann „gemeinsam“, und somit im absoluten Einklang miteinander erleben darf. Das ist mehr Lohn als Mann je im Leben erwarten kann und dies noch dazu ohne sich dafür erwerbseinkommenstechnisch prostituieren zu müssen, um solche höchst frivolen Abenteuer dann auf dieser Basis mit entsprechender Liebeskaufkraft (künstlich) zu erwerben.

Die Intimitäten mit Katja gingen eigentlich nur etwas über das Kuscheln hinaus. Auch wenn Katja dabei sehr anhänglich war, kam in ihr dabei keine Lustgefühle auf, wie ich es sonst von anderen Frauen her gewohnt war. Somit gab es auch keine Luststeigerung bis zu einem möglichen Orgasmus. Ich fragte Katja natürlich auch, ob sie denn bei ihren früheren Sexualpartnern je einen Orgasmus hatte, was sie verneinte. Ich fragte sie, ob sie denn einen Orgasmus hatte, wenn sie sich selber befriedigte, was sie ebenfalls im Prinzip verneinte. Katja war lediglich der Meinung, dass sie eventuell mal etwas vor ein paar Jahren in diese Richtung erlebt hatte. Sie war sich aber nicht sicher, da sie ja keine Vergleichsmöglichkeiten hatte.

Mir fiel noch dazu auf, dass Katja während ihrer Prügelattacken meist sexuell sehr erregt war. Dies konnte Mann durch ihre entsprechenden Körperreaktionen sehr gut wahrnehmen. Und ich erinnerte mich jetzt auch wieder daran, dass sie vor der Webcam sexuell immer aktiver und fordernder wurde, je mehr Stress wir bezüglich ihrer Fluchtvorbereitungen aus ihrem Elternhaus hatten. Für mich stand auf Basis all dieser Informationen fest, dass Katja an einer „Anorgasmie“ leidet. Katja konnte keinen Orgasmus bekommen und die sexuelle Anspannung, die sich in ihr schon seit Jahren bzw. jetzt auch auf Grund unserer HERRlichen Beziehung in ihr noch stärker aufbaute, entlud sich über die Gewaltattacken. Das ganze war noch dazu ein total pervers paradoxer Teufelskreis, denn je mehr sie mich in ihr Herz schloss, je stärker wurde ihre Wut MIR gegenüber.