Kapitel 11 – Das Prinzip des falschen Retters bzw. der falschen Retterin

Ich hole zur Erläuterung des Prinzips des „Falschen Retters“ bzw. der „Falschen Retterin“ an dieser Stelle erst einmal privat sehr stark aus. Eine Analogie zu Katjas Problematik steht dann fast am Ende dieser Ausarbeitung.

Das Prinzip des falschen Retters (bzw. der falschen Retterin) ist mir das erste mal in meiner eigenen Familie bzw. hier ganz speziell in Bezug auf meinen eigenen vierzehn Jahre älteren Bruder* bewusst geworden. Ich habe meinen Bruder heiß geliebt, da er nach dem Suizid unseres gemeinsamen Vaters die Ersatzvaterrolle für mich übernommen hatte. Wie er diese Rolle aber (unbewusst) für seine persönlichen Ziele missbrauchte und dabei noch dazu immer wieder betonte, dass er nur zum Wohle UNSERER Familie handeln würde, hatte bei mir zuerst immer wieder psychische Probleme und später auch mehr oder weniger schwerere seelische Zusammenbrüche ausgelöst. Das Schlimme dabei war, dass mir diese Zusammenhänge zu diesem Zeitpunkt überhaupt nicht bewusst waren.

*) Heute bezeichne ich diesen Mann, der für mich zur Gruppe der – aus meinem Leben – entfernten Verwandten zählt, nur noch als „vierzehn Jahre älteren Sohn meiner Eltern“. Geschwister begegnen sich normalerweise auf gleicher Augenhöhe, was aber zwischen uns NIE der Fall war. Und dass meine immensen seelischen Probleme (unbewusst) von GENAU der Person ausgelöst bzw. immens verschlimmert wurden, die ich bis zu einem gewissen Zeitpunkt heiß geliebt hatte, war für mich die schmerzhafteste Erkenntnis meines Lebens.

Mir ist durch meine jahrelange intensive Aufarbeitung noch dazu bewusst geworden, dass mein leiblicher Bruder zwar nicht Schuld** am Freitod unseres gemeinsamen Vaters hatte, diesen aber (auch wieder völlig unbewusst) ausgelöst hat. Um diese Erkenntnis zu verstehen, muss man unbedingt zwei Dinge bzw. Hintergrundinformationen wissen:

1. Suizide werden oft durch ein triggerndes Ereignis wie z.B. den Verlust eines geliebten Menschen, einer immensen Entwertung oder einer Entrechtung ausgelöst. Dabei spielt es nur eine untergeordnete Rolle, ob der- oder diejenige bereits Suizidgefährdet war oder nicht. Es ist auch nicht der Zeitpunkt der Entwertung oder Entrechtung usw. entscheidend, sondern der Moment, wo es der betreffenden Person bewusst wird.

2. Unser Vater begleitete die Entwicklung meines Bruders sehr intensiv und dies mit immensem persönlichen Einsatz. Mein Bruder wurde dadurch LeistungsRadsportler, ging auf eine höhere Sprachschule und wurde Ingenieur. Mein Vater hatte sehr viel Kraft und Zeit sowie persönliches Engagement in meinen Bruder investiert. Unser Vater, der als tausendprozentiger Kommunist eher ein entsprechender Philosoph als ein fleißiger (sich erwerbseinkommensprostituierender) Arbeiter war, entwickelte sich selbst mit der Zeit leider zum Dieb und Betrüger, der selbst vor der Familienkasse nicht halt machte. Er kassierte sogar Geld bei Kunden unserer Mutter ab (sie war Damenmaßschneiderin und nähte auch privat) bevor sie ihre fertige Arbeit bei eben jenen Kunden auslieferte. Unser Vater saß noch dazu auch mehrfach wegen Diebstahl und Betrug im Gefängnis. Dies unter anderem auch, weil er erotische Fotos anfertigte und vertrieb wobei er, da er ja keine weiblichen Models bezahlen konnte, sich selber mit eingeklemmtem Penis zwischen seinen Schenkeln und einem Kopftuch tragend fotografierte.*** (In unserer heutigen pornographisch überfrachteten Gesellschaft würde man über solche Fotos nur lachen.)

**) An einem gelungenen Freitod ist nur die entsprechende Person schuld.

Meine Mutter war sich mit der Zeit nicht sicher, ob sie sich von unserem Vater scheiden lassen sollte, der sie immer öfter auch volltrunkend mit Schlägen bedrohte. Diese Entscheidung übernahm mein Bruder. Er riet unserer Mutter sich unbedingt scheiden zu lassen, was sie darauf hin auch tat. Mein Bruder mischte sich dadurch (natürlich aus seiner Sicht nur in bester Absicht) in einen Erwachsenenkonflikt ein. All dies erzählte mir meine Mutter immer wieder, wenn wir über meinen Vater sprachen, wobei sie dabei auch immer wieder mit Tränen in den Augen betonte, dass ich eine 1:1 Kopie meines Vaters sei.

Dass unser Vater ausgerechnet von seinem eigenen älteren Sohn, für den er sich aufgeopfert hatte, damit er sich bestmöglich entwickeln konnte, so dermaßen entwertet wurde, hat unser Vater (auch bereits als Kind hoch Kriegstraumatisert***) mit der Zeit nicht mehr verkraftet. Er vergaste sich eigenhändig in seiner eigenen kleinen Wohnung.

***) Gerhard Bächer vom Gerhard Bach Projekt hat eine gewissen Zeit meine ehemalige Web-Radiosendung „Seine Schein-Heiligkeit der BGE-Papst predigt das bedingungslose Grundeinkommen“ auf Rockradio.de als Co-Moderator mit begleitet. Seine Musik geht tief ins Herz und bleibt einem für immer und unverrückbar in der Seele stecken. In Punkto frei bestimmt leben zu wollen, ist er mir ein SEHR großes Vorbild.

Die Entwertungen, die von meinem Bruder, auf Grund seiner psychischen Störung „Angst vor Kontrollverlust“ ausgehen, habe ich selbst seit meiner frühen Kindheit mehrfach durchlebt. Dies hat im späteren Lebensverlauf, natürlich auch in Kombinationen mit weiteren Ursachen, dann auch bei mir zu einem Suizidversuch geführt. Zu meinem Glück habe ich mich aber auch dabei zu dämlich angestellt, so dass ich ihn unbeschadet überlebt habe.

Meine Mutter war vierzehn Jahre jung als der zweite Weltkrieg zu Ende war und hatte kriegsbedingt keine sehr umfangreiche Schulbildung. Sie war ab einem gewissen Maße mit Entscheidungen völlig überfordert, die dann mein Bruder übernahm. Aus dem üblichen Irrglauben heraus, das das was er für sich für das Beste hielt, auch für alle anderen das Beste sein muss, entschied er oft in seinem und nicht im Sinne unserer kleinen Familie – womit ich völlig unwissend und ahnungslos seelisch nicht klarkam. Von seinen Entscheidungsunterstützungen unserer Mutter bei wichtigen Dingen profitierte er massiv, wobei ich oft in die berühmte Röhre gucken durfte, wofür ich ihm, im Glauben er tut für unsere kleine Familie nur das Beste, auch noch dankbar war (das Stockholm-Syndrom lässt grüßen).

In seiner Ersatzvaterrolle kümmerte sich mein Bruder natürlich auch sehr um mich, wobei ich mit immer weiter fortschreitendem Alter ein immer größer werdendes schwarzes Schaf der Familie und unentwegt mit anständigen Portionen Schuld überfrachtet wurde. Die gesamte geschaffene Situation kann ich am besten mit nachfolgendem verbalen Bild zeichnen:

Mein eigener leiblicher Bruder hackte mir schon in früher Kindheit, auf Grund seiner eigenen nicht aufgelösten Traumata (natürlich nur symbolisch), beide Arme ab, wobei er mir dafür aber freundlicher Weise beim Kekse essen half, in dem er mir diese in den Mund schob, wofür ich ihm auch noch sehr dankbar war. Mein Bruder, der immer vorgab, nur das Beste für mich zu wollen, war derjenige der meine Lebenskatastrophe ausgelöst hatte. Er nahm mir dadurch auch die Chance auf eine unbeschwerte Kindheit und Jugend, was meiner sowieso schon zerfetzten Kinderseele noch mehr zu schaffen machte.

Seit dem ich all dies erkannt hatte und auf Grund all meiner anderen negativen Erlebnisse und Lebensumstände, durchströmt mich beinahe rund um die Uhr eine Dauerwut auf meine Familie sowie die gesamte Gesellschaft, die ich kaum gebändigt bekomme. Diese Wut strahlt noch dazu so dermaßen stark ins Universum, so dass inzwischen einige sogenannte Experten glauben, es gäbe eine kosmische Hintergrundstrahlung. Durch meine intensive und ständige Aufarbeitung, rotiert meine Gedankenwelt, auf der ständigen Suche nach dem „Warum?“ seit meinem fünften Lebensjahr fast unentwegt auf Hochtouren. Außerdem schaffe ich es sehr oft den richtigen bzw. alternativen Ansprechpartner oder Dienstleister für meine Probleme zu finden**** und so habe ich es mit der Zeit immer besser gelernt, meine ständige, unbändige Wut in für mich wundervoll aufmüpfige Kreativität umzuwandeln. Ich

****) Ich schaffe es immer besser, mich in die bestehende Zeitqualität hinein zu denken bzw- diese zu erkennen und entsprechend zu handeln bzw. diese Universelle Kraft für mich konstruktiv zu nutzen.

Das Prinzip des „Falschen Retters“ bzw. der „Falschen Retterin“ zieht sich übrigens durch die gesamte Gesellschaft und dies in allen Lebensbereichen. Daraus entsteht u.a. auch unser paritätisches Wohlfahrts- und entsprechendes Wirtschaftssystem.

Das Prinzip des falschen Retters bzw. der falschen Retterin kann ich auch sehr anschaulich anhand von Katjas Eltern und ihrer Berufstätigkeit beschreiben. Da sich das Prinzip in diesem Fall über die vorhandenen gesellschaftlichen Strukturen hinweg zieht und seine Wirkungskraft aus den negativen Aspekten der Gruppendynamik erhält, wird es von den einzelnen Protagonisten nicht gesehen bzw. will man es auch gar nicht sehen.

Katjas Vater arbeitet laut Aussage von Katja für einen großen deutschen Konzern. Dieser Konzern beteiligt sich intensiv an der Ausplünderung unser planetaren Ressourcen und so auch an der Ressource „Mensch“. Immer mehr sogenannte Arbeitnehmer leiden psychisch sowie auch körperlich an dem immer härter werdenden Wirtschaftsfaschismus*****.

Katjas Mutter dagegen arbeitet(e) laut Aussage von Katja bei einer karitativen Wohlfahrtseinrichtung. Solche Einrichtungen fangen u.a. die psychisch ausgemergelten Menschen auf, um an und mit ihrem Elend – noch einmal – Geld zu verdienen. Beide Familienmitglieder sind somit hoch angesehene Mitglieder unserer Gesellschaft, da sie mit ihrer angeblich wertvollen Tätigkeit gutes Geld verdienen. Ein Mensch, der sich aber gegen diesen ganzen Irrsinn stellt, wird dagegen als fauler Schmarotzer diffamiert sowie kriminalisiert.

*****) Durch die Agenda 2010 bzw. die Hartz-IV-Gesetzgebungen wurde im sogenannten Jobcenter die Gewaltenteilung ausgehebelt. Ein kleines Team von Mitarbeitern kann hier einen Menschen z.B. der Faulheit****** anklagen, verurteilen und das Urteil auch noch sofort vollstrecken. Dieser Umstand zerstört gerade wieder unsere Gesellschaft da wir nichts aus der Geschichte gelernt haben. Wieder werden menschenverachtende Gesetzgebung in Berlin beschlossen und in Nürnberg lebensverwaltungstechnisch umgesetzt. (Die Initiative „Weltrettung durch Therapie“ fordert deswegen, (nicht nur) das gesamte Regierungsviertel unter geistiger Quarantäne zu stellen, bis durch intensive Bewusstmachung ein Heilungsprozess angestoßen werden kann.)

******) Unsere Vorfahren hatten schon einmal evaluiert, dass Arbeit NICHT frei Macht.

In Bezug auf das Schlagende Tier, kann folgende Analogie in Bezug auf das Prinzip des „Falschen Retters“ bzw. der „Falschen Retterin“ abgeleitet werden:

  • Das Schlagende Tier hat Katja gezielt über alle Online-Kanäle und -Plattformen auf denen Katja schon lange vor ihm online aktiv war fast rund um die Uhr gestalkt.
  • Das Schlagende Tier hat Katjas sexuelles Kopfkino wann immer es ging mehr oder weniger intensiv bzw. auch sehr unterschwellig bedient, damit sie immer wieder sexuell erregt wird, wobei er sehr genau wusste, dass sich dieses bei Katja nur über aggressive Schübe entladen kann, denen aktuell ich einzig und alleine zum Opfer viel. Er belastete damit die Beziehung zwischen Katja und mir immer mehr, ohne, das Katja es auf Grund ihrer geistigen Behinderung realisieren, konnte.
  • Mit der massiven sexuellen Überreizung, in Kombination mit falschen Versprechungen (wie z.B. dass die Anorgasmie von Katja beim schlagenden Tier eventuell einfach von alleine weggehen würde), hat er Katja online hörig gemacht.
  • Das Schlagende Tier hat sehr bewusst die schweren psychischen Beeinträchtigungen und geistige Behinderung von Katja bedient und sie somit auf unbeschreiblich perfidste Art und Weise benutzt, um mich als seinen vermeintlichen Rivalen beziehungstechnisch aus dem Weg zu räumen.
  • Der Heimathafen, in den sich Katja nach ihrer Flucht aus dem Elternhaus ganz bewusst und mit freien Willen geflüchtet hatte, wurde durch die gesamte auch von außen zusätzlich zugeführte Überlastung, in dem nur noch das „geschlagen werden wollen bzw. das Schlagen durch die entsprechenden Prügel-Anfälle“ im Vordergrund stand, für Katja zu einem neuen Martyrium.
  • Eventuell hat das Schlagende Tier sogar Katjas Ängste gezielt befördert, dass wenn sie von der Spezialabteilung der Berliner Charite Medikamente bekommen würde, keine sexuelle Triebkraft und entsprechende Lust mehr hat und sich auf Basis dieser fehlenden Lust auch nicht mehr, sexuell ausleben kann. Das kann ich aber nicht beweisen und ist deswegen auch nur eine Vermutung.
  • In dem Moment, wo durch all die zusätzliche Belastung, das Faß bei Katja und mir zum Überlaufen kam und wir keine Kontrolle mehr über uns und unsere Situation hatten, ist das Schlagende Tier sofort als (falscher) Retter für Katja in Aktion getreten. Der Beweis dafür ist, dass er, obwohl er sehr genau um unsere gesamte Situation wusste, weder vermittelnd noch schlichtend tätig geworden ist.
  • Weder Katja noch ich, waren innerlich auf die abrupte Trennung vorbereitet, die lediglich eine Affekthandlung durch die immense seelische Überlastung auf beiden Seiten war. Hätte man zwischen uns vermittelt, wäre alles ganz anders gelaufen. Wie sehr auch Katja unter diesen hinterhältig herbeigeführten Umständen leidet, wird sich (eventuell?) irgendwann einmal heraus stellen.
  • Das Katja noch dazu den Kontakt zu Frigga ohne jeglichen Grund schlagartig mit abbrach, lässt vermuten, dass Katja (nicht nur) diesbezüglich unter sehr negativem bzw. destruktivem Einfluss durch das Schlagende Tier steht.

Das alles passiert auch beim Schlagenden Tier völlig unbewusst, auf Basis bzw. getrieben durch seine eigenen psychischen Beeinträchtigungen und Traumata. Das Schlagende Tier ist absolut davon überzeugt, der „bessere Herr“ für Katja zu sein, woraus er auch seine absoluten Ansprüche an Katja ableitet und seine entsprechende (hinterhältig perfide) Haltung für geistig gesund hält.

Ich persönlich bin davon überzeugt, dass durch all diese Umstände für Katja die nächsten Katastrophen, inklusive der damit verbundenen weiteren seelischen und körperlichen Verletzungen und Traumatisierungen vorgezeichnet sind. Katja kommt im schlimmsten Fall nie richtig in die seelische Heilung, da sie von einem Bruch in den nächsten fallen wird, bis sie seelisch ausgelaugt und gebrochen in einer Betreuungs- bzw. Pflegeeinrichtung landet. Dies ist meine Meinung als Erfahrungsexperte und mit der wichtigste Grund, warum ich Katja nach all dem was geschehen ist, nicht einfach ihrem Schicksal überlassen kann und diese Erzählung schreiben MUSS. Dazu habe ich MEINE Katja zu sehr in mein Herz geschlossen und sie ist noch dazu ein unbeschreiblich wertvoller Mensch, der es verdient, trotz ihrer geistigen Behinderung, so gut es nur geht, frei bestimmt leben zu dürfen.

***) Durch meine Aufarbeitung des Umstandes, dass mein Vater versuchte mit erotischen Fotos zu Geld zu kommen, da es auch damals noch kein Existenzgeld für alle Menschen gab, ist mir klar geworden, dass mein Vater einiges an Phantasie hatte. Auch deswegen bringe ich mich heute sehr phantasievoll unternehmerisch zum bedingungslosen Grundeinkommen (BGE) ein (Tante Emma verlinken). Außerdem wusste ich durch diese Erzählung meiner Mutter schon sehr frühzeitig, woher meine eigene sehr starke Libido kommt und dass ich ihr nicht so einfach nachgeben durfte, um nicht wie mein Vater zu (ver-)enden.