Kapitel 1 – Der virtuelle Erstkontakt und die lieben Triebe

Darf man als 54 jähriger Mann eine Beziehung zu einer 21 Jahre jungen Frau aufbauen und wenn ja warum nicht? Wenn diese junge Frau noch dazu geistig behindert ist, nutzt Mann dann dieses wundervoll naive Geschöpf damit nur aus oder wird beider Leben dadurch auf eine Art und Weise bereichert, die das Universum auch als „Schicksal“ bezeichnen würde?

Als besagte junge Dame auf meine sehr offene sowie frei- und anzügliche Anfrage antwortete blieb mir zuerst der Atem stehen. Sollte sie es mit ihrer Antwort wirklich ernst meinen oder werde ich wieder einmal nur verarscht, wie Mann es ja ca. alle 11 Minuten auf solchen virtuellen Kontaktanbahnungsplattformen erlebt? Aber ich durfte auch sehr offen sowie sehr frei- und anzüglich sein, denn es war eine Kontaktplattform für BDSM interessierte Menschen und ja, dieses auch noch dazu unbeschreiblich attraktive Geschöpf meinte es scheinbar absolut wirklich richtig ernst.

Mein Atem normalisiert sich auch erst nach langer Zeit, denn dass was die liebreizende junge Dame in ihren Antworten aufs virtuelle Papier kleckste, war an Offenheit und Ehrlichkeit kaum zu übertreffen. Die noch dazu unbeschreiblich schöne und natürliche junge Frau war von meinen sehr fantasievoll frei- und anzüglichen Texten unbeschreiblich angetan und lechzte ständig nach mehr.

Es begann ein reger Austausch der einfach nur berauschend war und es dauerte nicht lange, bis wir telefonischen Kontakt hatten. Ihre liebreizende Stimme zu hören und dabei noch dazu ihre ehrliche und offene Ausstrahlung zu erleben, ließ mein Herz bis an die Schädeldecke schlagen. Der Kontakt zu ihr war das Schönste, was mir die letzten Jahre widerfahren ist und noch dazu Balsam für meine eigene ziemlich lebensbelastete Seele. Ihr noch tief kindliches Inneres und ihr damit noch nicht gebrochener und völlig reiner Charakter ließ mich hoffen, dass Mann doch noch charakterlich wertvolle junge Frauen auf unserem Planeten finden kann, wenn Mann nur lange und intensiv genug danach sucht. So wie es für Frauen den Fred vom Jupiter gibt, gab es für mich vielleicht die Katja, so wie ich sie gerne in meiner Erzählung benennen möchte, aus Bayern.

Mit ihrer geistigen Behinderung1 ging das bezaubernde Wesen absolut offen und total souverän um. Diese junge Dame war einfach „der Hammer“ (Ich mag solch hohlplatt(itüd)en Begriffe vor allem in solch einem Zusammenhang zwar gar nicht, aber es ist nun mal so). Ich hatte solch ein Geschöpf schon vor Jahren beim Universum bestellt und nun wurde es mir von eben jenem auch noch wirklich geliefert.

1) Laut ihrer eigenen Aussage liegt der Grund für Katjas geistige Behinderung in einem kurzen Sauerstoffmangel während ihrer Geburt. Die Behinderung, die sich hauptsächlich in einer Lernschwäche bemerkbar macht, merkt man Katja aber nicht sofort an. Katja hat dafür aber eher das kindliche Gemüt einer Zwölfjährigen. Auf der einen Seite könnte man dazu sagen, dass dies Schicksal sei, auf der anderen Seite liegen die Ursachen von Geburtstraumata aber auch sehr versteckt im Gesundheitssystem mit seiner Geburtsindustrie. Der Start ins Leben sollte für uns sehr empfindsame Wesen eigentlich ganz anders aussehen. Zu diesem Thema kann ich unbedingt das Buch von Dami Chaf „Auch alte Wunden können heilen“ sehr empfehlen.

Die frivol erregenden Gespräche zwischen Katja und mir regten aber nicht nur unsere Kopfkinos ordentlich an, sondern waren des öfteren auch sehr tiefgreifend. Sie erzählte mir von ihrem Leben und ihrer Situation bei sich zu hause, sowie ihrer Arbeit bzw. Ausbildung in der Behindertenwerkstatt. Sie erzählte mir auch, dass sie unter der Vormundschaft ihrer eigenen Eltern steht, worüber sie sehr unglücklich war und manches was sie erzählte machte mich sehr traurig und stutzig. Meine Ohren, vor allem als Grundrechte-Aktivist, wurden immer größer.

Je mehr wir uns austauschten, desto mehr wurde mir noch dazu klar, dass Katja vor allem in sexueller Hinsicht bzw. den entsprechenden Fantasien, alles was sie sagte und meinte so auch unbedingt erleben wollte. Katja selbst hatte noch keine wirklichen sexuellen Erfahrung sammeln können und lebte in dieser Hinsicht eigentlich nur von ihrem Kopfkino. Bis auf ein paar Dates und der einen oder anderen für sie nicht wirklich schönen Kurzbeziehung, hatte Katja noch keinerlei sexuelle Berührungsmomente. Sie war aber immerhin schon 21 Jahre alt bzw. jung. Man merkte Katja in jeder Phase ihres Redens und Handelns an, dass sie gewaltig unter (sexuellen) Druck stand, den sie auf Grund der gesamten Situation, in der sie lebte, nicht ausagieren und abbauen konnte.

Um mir zu beweisen, dass Katja es auch wirklich ernst meinte, schickte mir das wundervoll fantastisch anmutende Wesen immer freizügigere Fotos und wir chatteten natürlich auch per Video immer öfters. Es war eine HERRliche Augenweide was ich da alles zu sehen bekam und ich konnte gar nicht lange genug meine Augen auf ihren wundervoll weiblichen Rundungen und anmutenden Reizen ausruhen. Ich werde es zwar niemals öffentlich zugeben, aber ich bin diesbezüglich nicht nur ein ganz klein wenig viel voyeuristisch eingestellt, sondern mag noch dazu entsprechend exhibitionistisch eingestellte junge Damen, die keine Lust haben sich bzw. ihren Körper zu verhüllen oder zu verstecken. Ich empfinde einen wohlgeformten und wohl- bzw. sehr gerne auch etwas üppig proportionierte Rubensfigur2 als ein perfektes Kunstwerk, welches ich in seiner facettenreichen erregenden anmutenden Schönheit einfach nur stundenlang betrachten könnte. Wenn dieses HERRliche Kunstwerk dann auch noch anständig unanständig nymphoman ist, ist meine HERRliche Welt (fast?) in Ordnung.3

2) Im Volksmund auch (HERRliche) „Sexuelle Schwungmasse“ genannt. 😉

3) Ich schreibe an dieser Stelle u.a. deswegen so offen über meine mich betreffende Sexualität bzw. sexuellen Neigungen, damit man meinen AnTrieb in Bezug auf Katja (besser) versteht. Es gibt außerdem noch weitere (antidenunzierende) Gründe, die ich aber gerne erst an späterer Stelle meiner Erzählung veröffentlichen möchte.

Absolut erfreut und sexuell erregt fragte ich mich aber auch, wieweit kann oder darf Mann in solch einer Situation gehen? Wo muss Mann hier eine moralische Handlungsgrenze ziehen, damit im schlimmsten Fall das eigene Schwanzdenken nicht am Ende einen großen seelischen Schaden bei einer geistig behinderten jungen Frau, die Katja nun einmal war, anrichtet? Mir war klar, dass ich in dieser Situation eine gewisse Verantwortung hatte und dies noch dazu, weil meine eigenen sexuellen Vorstellungen und Wünsche bzw. Vorlieben nicht mehr viel mit Blümchensex zu tun haben. Ich war diesbezüglich völlig hin und hergerissen und der ständige sexuell erotische Input war auch nicht ohne.

Mir fiel noch dazu auf, dass, wenn sich Katja selber in den Zentren Ihrer Wollust berührte oder streichelte, sie keinerlei Gefühlsreaktionen zeigte. Auch waren Katjas entsprechende Bewegungen rein mechanischer Natur. Das hatte alles nichts mit Lust und den entsprechenden Gefühlen zu tun, die Mann sonst von den meisten Frauen her kennt. Katja selbst überspielte diese Umstände ständig mit ihrer Gott gegebenen kindlichen Unruhe und Zappelei. Mit Katja in dieser Richtung zu sprechen war auch sehr schwer, weil sie scheinbar nichts anderes kannte und das alles für ganz normal hielt.

Diese Art der Gefühlskälte und mögliche Zusammenhänge waren mir aber auch schon bekannt. Eine meiner ehemalige Lebensabschnittsgefährtinnen, mit der ich gut sieben Jahre zusammen gelebt hatte, wurde als Kind von ihrem Stiefvater sexuell missbraucht. Die sich daraus ergebenden psychischen Schäden für sie waren enorm. Das war hart dies alles als Lebensgefährte so hautnah mit zu erleben. Ich konnte aber zum Glück bei Katja keinerlei entsprechenden Anzeichen oder Anspielungen in diese Richtung bemerken, die mich mit Sicherheit sofort entsprechend getriggert hätten.


Bitte beachten Sie bevor Sie das nächste Kapitel lesen gerne meine „Hinweise in eigener Sache“. Danke!