Kapitel 08 – Entsorgung der (inzwischen) unliebsamen Veränderer – Teil 1

Dieses Kapitel und seine Teile sind noch nicht vollends ausgearbeitet. Ich denke aber, dass die Kernaussage trotzdem bereits rüber kommt.

In der Nacht vom 13. auf den 14. Februar 2020 waren wir lange wach und Katja lag auf ihrer Hälfte von unserem Doppelbett, im mit Schränken und Regalen völlig überfrachteten kleinen Schlafzimmer. Katja daddelte* bereits wieder seit Stunden wie abwesend mit ihrem Tablett im Internet. Sie war geistig kaum noch anwesend bzw. nur wenn sie mich provozierte, verprügelte oder bettelte geschlagen zu werden bzw. wenn wir gemeinsam etwas zu Essen zu uns nahmen.

*) Es war Katjas Ausdruck für die Nutzung ihrer Online-Welt. 🙂

Irgendwann, zwischen ein und zwei Uhr in der Nach wollte ich, körperlich und seelisch völlig ausgelaugt, zu Bett gehen. Ich legte mich auf meine Betthälfte des großen Doppelbetts. Katja lag ganz am äußeren Rand ihrer Betthälfte, weit ab von mir und noch dazu von mir weggedreht bzw. abgewandt. Darauf, dass ich mich nun ebenfalls ins Bett gelegt hatte, reagierte sie überhaupt nicht. Ich kam mir vor wie der unHERRliche Teil eines über fünfzig Jahre verheirateten Ehepaars, welches sich NICHTS mehr zu sagen hatte.

In dem Moment, als ich mich Katja zuwenden wollte, sagte sie zu mir, und dies OHNE sich zu mir umzudrehen… „Ich habe mich jetzt entschieden! Ich WILL jetzt das Schlagende Tier als meinen HERRn haben! An dieser Stelle angekommen, war jetzt das Maß mehr als übervoll bzw. das Fass endgültig absolut übergelaufen. ICH HATTE VON DER GESAMTEN ENTSTANDENEN LEBENSSITUATION MIT KATJA DIE SCHNAUZE GESTRICHEN VOLL!!!

Die schönen Lebensaspekte lebte Katja fast nur noch online mit anderen Menschen aus und ich wurde nur noch als Butler und VerPrügelknabe missbraucht. Selbst die wichtigen Verwaltungswege (vor allem ja für Katjas neues, von uns allen gemeinsam auf den Weg gebrachtes, Leben) usw. sollte ich am besten nur noch alleine machen. Diesem Wunsch von Katja stand aber der Umstand entgegen, dass sie Angst davor hatte, alleine zu Hause zu bleiben.** Dadurch wurden aber alle Versuche, uns wie üblich auf den Weg zu machen, immer mehr zur Tortur, weil Katja darauf immer öfter nur noch maulig reagierte und gar nicht mehr losgehen wollte. Auch das gemeinsame Einkaufen (alleine ging ja nicht) wurde immer mehr zum Horror, weil Katja immer nur so schnell wie möglich wieder nach Hause wollte, um in Ruhe daddeln zu können. So hatte ich mir unser gemeinsames Leben absolut nicht vorgestellt.

**) Katja teilte mir ein paar Tage zuvor auch einmal mit, dass sie Alpträume hätte, dass mir etwas passieren könnte. Sie fragte mich zum Beispiel, was sie machen sollte, wenn ich sterbe bzw. einfach tot umfalle. Von ihr, sowie auch von den Erzählungen von Frigga, mit der sich Katja wohl sehr intensiv darüber ausgetauscht hatte, wusste ich von diesen Ängsten, aber ich dachte nicht, dass diese jetzt so massiv werden würden, wo wir doch nun eigentlich auf dem Weg der Lebensentspannung waren. Ich beruhigte Katja dahingehend, dass wir natürlich ein Sicherheitsnetz von lieben Menschen um sie herum aufbauen, die auf sie immer mit aufpassen würden. Zwei Menschen hatten wir ja bereits gefunden. Die etwas korpulente junge Frau aus der karitativen Einrichtung, die direkt an einer Haltestelle in Fürstenwalde liegt, wohnte selber in Eisenhüttenstadt und dies noch dazu wohl sogar in unserer Nähe und hatte außerdem von sich aus die eine oder andere (Lebens-)Hilfe angeboten. Und die zukünftige Betreuerin von Katja musste von ihrem Wohnort aus nach Frankfurt an der Oder und wieder zurück, ständig auch durch Eisenhüttenstadt hindurch fahren. Das war ebenfalls perfekt.

Mir war auch klar, dass ich Katja auf die Dauer nicht rund um die Uhr völlig alleine betreuen konnte, aber genau deswegen sind wir ja bei der Teilhabeberatung in Frankfurt an der Oder vorstellig geworden und ich war mir auf Grund der unbeschreiblich positiven Reaktion und der absolut offenen Einstellung zu Katjas sexuellen Problemen absolut sicher, dass wir hier alsbald wundervolle Lebenshilfen für Katja organisiert bekommen werden und dass ich als Katjas sexueller sowie auch ihr Lebensassistent adäquate und eventuell sogar finanzielle Hilfe bekommen würde. Alles in allen mussten wir uns nur kümmern und weiterhin ein Problem nach dem anderen lösen, so wie wir es bereits seit Wochen voller Lebensfreude hatten.

Katja wollte auch sehr gerne wieder mit Pferden arbeiten und wir fingen an nach entsprechenden Möglichen in der Region zu suchen. Damit war klar, dass wir dazu aber auch einen Fahrdienst benötigen würden, weil ich mir erst einmal kein neues altes Auto leisten konnte. Unser direkter Nachbar war übrigens Taxifahrer und sein Taxi stand ständig bei uns vor der Tür. Ihn wollte ich demnächst ansprechen, ob er Wege bezüglich der Personenbeförderung von behinderten Menschen per Taxi kenne oder wisse, wo wir diesbezüglich organisatorisch ansetzen können.***

***) Ich versuche immer gleichzeitig mindestens einen zweiten Lösungsweg zu finden bzw. anzustoßen, weil man dann, wenn der erste Weg nicht geklappt hat und man eventuell seine Hoffnung verliert, immer sogleich einen Reserveweg in petto und somit weitere bzw. sofort neue Hoffnung hat. Das ist für hoch sensible oder depressive Menschen sehr wichtig. Hoffnungslosigkeit kann absolut lebenslähmend sein und dass muss nicht sein. Es gibt dafür keinen Grund . Es sei denn, man möchte leiden, was auch wieder ein Krankheitsbild (konditioniertes Verhaltensmuster) ist.

Es gab eigentlich keinen Grund für die Ängste und Alpträume von Katja bzw. nicht in dieser drastischen Form, es sei denn… sie wurden von Jemanden, wie z.B. dem Schlagenden Tier explizit gefördert, um auch dadurch unsere wundervolle Beziehung zu zerrütten. Das kann ich aber nicht beweisen.

Die Diskussion bezüglich Katjas Zerrissenheit hatten wir schon einmal ca. zwei bis drei Wochen zuvor geführt, als Katja mir mitteilte, dass sie sich gefühlstechnisch zwischen mir und dem Schlagenden Tier hin und her gerissen fühlte. Ich machte ihr in dieser von mir ganz bewusst sehr liebevoll geführten Aussprache unmissverständlich klar, dass ich überhaupt kein Problem damit hätte, sie zu einem anderen HERRN bzw. Mann gehen zu lassen, aber dies NUR auf der Basis, dass sie ihre Entscheidungen auf der Grundlage eines gesunden Menschenverstandes fällen kann.

In unserem sehr liebevollen und mit ganz viel Zärtlichkeit umspülten Gespräch konnte ich Katja, wie bereits des Öfteren vermittelt, vermitteln, dass sie durch ihre starken psychischen Beeinträchtigungen nicht immer die beste Entscheidung für sich fällen kann und dass es ja bei ihrer psychischen Gesundung genau darum ging, sie ganz langsam und behutsam, sowie mit ganz viel Geduld und trotzdem aber sehr beständig, dort hinzubringen.**** Katja war am Ende dieser Aussprache sehr sehr glücklich darüber, dass sie wusste, dass ich selbst in solch einer Situation nicht klammern und trotz alledem absolut auf sie aufpassen würde und sie sich auf mich hundertprozentig verlassen kann. Ich selbst fühlte mich nach dem Gespräch auch sicher, dass dieses Thema erst einmal vom Tisch sei.

****) Um unter anderem auch dieses Ziel zu erreichen und um unsere eigentlich sehr verschiedene Alltagsverläufe anzugleichen, hatte ich Katja vorgeschlagen, dass sie bei mir drei Jahre lang(!) in eine HERRliche Lehre gehen würde. Auf Basis unserer beider sexuellen Fetische bzw. wundervoll versauten Neigungen, schlug ich Katja vor, dass ich sie zu meiner persönlichen NacktSekretärin ausbilden und sie in diesem Rahmen bei mir ein sehr langes Praktikum als „Praktikantin Monika“ absolvieren würde. Die Hintergründe zu diesem präsidentialen Witz musste ich Katja natürlich erst einmal erklären, wobei Katja von meiner Idee, auf Basis ihrer sexuell devoten Grundeinstellung“***** natürlich Feuer und Flamme war. Auf der Basis unseres inzwischen gemeinsamen Leitsatzes „Wir möchten unsere Leidenschaft und nicht unsere psychischen Beeinträchtigungen ausleben“, hoffte ich noch dazu, dass ich Katja ganz behutsam von ihrem sehr extremen animalischen Fetisch weg bringen konnte. Sehr extreme sexuelle Neigungen sollte man NIE dauerhaft ausleben, sondern sich in solch einem Fall immer therapeutische Hilfe angedeihen lassen, um da wieder raus zu kommen. Außerdem hoffte ich auf all diesen Grundlagen, dass Katja später einmal vielleicht selbst eine absolut top erfahrene „Erfahrungsexpertin“ wird und vielleicht anderen geistig oder körperlich behinderten Menschen, im Sinne einer Teilhabe an der „normalen“ Gesellschaft, beistehen würde. Dieses sagte ich Katja aber nicht, weil ich sie nicht dahingehend beeinflussen wollte. Mir ist es sehr wichtig, dass andere Menschen (so wie ich selbst******) selbst ganz tief in sich rein hören und fühlen, um so überhaupt zu spüren, was sie selber wollen. Mein absoluter Traum dabei war, dass Katja auf dieser Antriebsbasis vielleicht sogar (natürlich absolut freiwillig und total frei bestimmt) eine Berufsausbildung in Richtung „Rechtsassistentin“ oder „Soziale Assistentin“ oder ähnliches machen könnte. Darauf wäre ich, für MEINE Katja, unbeschreiblich stolz.

*****) Jeder Mann der „devot“ mit „dumm“ verwechselt, hat keine (solche wertvolle) Frau verdient*******. Katja hat und ist eine unbeschreiblich willensstarke Persönlichkeit, wofür ich auch wieder bis über beide Ohren hinweg so unbeschreiblich stark „verknallt“ in dieses wundervolle Geschöpf war, – wobei ich heute natürlich gar nicht weiß, ob Katja überhaupt noch an mich denkt.

******) Jeder der mich kennt weiß, wie zielstrebig und konsequent, sowie total hartnäckig ich heute******* MEINE (ich buchstabiere: M E I N E) persönlichen Ziele verfolge und wie schnell ich aber auch Projekte oder eingeschlagene Wege wieder fallen bzw. ver-lasse, wenn sie mich nicht vorwärts bzw. an MEIN (ich buchstabiere wiederum: M E I N) Ziel bringen. „Geht nicht!“ Gibt es bei mir nicht. Diese Wortkombination habe ich komplett und für IMMER aus meinen Vokabular gestrichen. Das ist genau solch unmöglich dämliche Wortkombination wie z.B. „Langsam fahren!“. Wie soll das bitteschön möglich sein? Die Worte „langsam“ und „fahren“ schließen sich doch schon per se gegenseitig vollkommen aus. 😉

*******) Durch meine extreme Beschäftigung mit dem bedingungslosen Grundeinkommen (BGE) habe ich mir mein Selbstwertgefühl und mein inzwischen sehr(?) starkes Selbstbewussein (Ich halte inzwischen sogar z.B. Frau Maischberger in einer Live-Fernsehsendung aus! Die Sendung war keine Aufzeichnung, wie es sonst von Frau Maischberger gehandhabt wird.) und weitere wundervolle menschliche Eigenschaften HART erarbeitet. Meine heutige daraus ebenfalls hart erarbeitete „Selbstliebe“ habe ich mir mehr als verdient, weswegen ich mir auch mein Ego von NIEMANDEM mehr nehmen lasse!!! Außerdem belobige ich mich ständig (z.B. mit Russlandreisen******** oder kleinen Dingen, selbst wenn ich sie mir kaum leisten kann, selbst), weil es ja sonst kaum jemand tut. All diese positiven Eigenschaften in mir aufzubauen, wäre eigentlich die Aufgabe meiner Eltern gewesen, was aber meine Mutter, selbst HOCH Kriegstraumatisiert nicht leisten konnte und mein Vater hat sich feige davon gestohlen. Das werde ich mit ihm aber nach meinem (natürlich natürlichen) Tod noch sehr intensiv ausdiskutieren, weswegen ich auch inständig darum bitten möchte, dass man mir bei meinem Begräbnis meinen Baseballschläger mit in das Grab legen möge. Ich benötige ihn als Argumentationshilfe bzw- entsprechenden -verstärker! 😉

*******) Dazu fällt mir gerade ein, dass ich mal nach einer lustgeilen und somit total anstrengenden Nacht, bei einer schriftlichen Prüfung in der Berufsschule gesessen hatte und mich der Berufsschullehrer fragte, warum ich nicht schreibe. Ich sagte ihm darauf hin, dass ich auf Grund der vergangenen lustgeil sehr anstrengenden Nacht völlig erschöpft bin. Er meinte darauf hin ganz lapidar… „Dann nehmen sie doch einfach die andere Hand!“ 😉

********) Ich war u.a. in Joschkar-Ola, Samara an der Wolga, Nowosibirsk, mit einem Abstecher nach Tomsk, und in Brjansk, sowie (mehrmals) in Bischkek, in Kant und rund um den Yssykköl-See im Tianshan-Gebirge in Kirgistan. Außerdem habe ich mit einem deutschen Freund, der mit einer Kirgisin verheiratet war und die auch zwei gemeinsame Kinder haben, eine Autotour von Berlin, durch Polen, Litauen, Lettland, südlich vorbei an Moskau und am südlichen Ende des Uralgebirges, quer durch die kasachische Steppe nach Bishkek unternommen. Das nenne ich ne Tour machen. Die Kontakte sind meist über die internette Plattform „InterFriendship“ entstanden. und irgendwie fehlt mir dass alles, da ich mir die Reisen, auch gesponsert von meiner Mutter, schon lange nicht mehr leisten kann. Ich müsste mich, um solche fantastischen Reisen, die ich übrigens als globales Praktikum bezeichne, finanzieren zu können, (wieder) erwerbseinkommenstechnisch vernutten, was für mich aber absolut nicht (mehr) in Frage kommt. Eher würde ich freiwillig verhungern.

Katja trug auch schon seit einiger Zeit nur noch widerwillig ihre Triskelen-Halskette. Sie wollte eigentlich nur noch ihr BDSM-Halsband, welches ich ihr ebenfalls für den Heim- und Clubbesuch-Gebrauch geschenkt hatte, tragen. Ein dezentes, alltagstaugliches Halsband bzw. entsprechenden (Erkennungs-) Halsschmuck, welches sie in der Öffentlichkeit hätte tragen können, konnte ich mir partout nicht leisten bzw. hatte ich ein solches zu besorgen aktuell auch gar keine Nerven dafür.

Mir hallte weiterhin der Satz von Katja, „Ich habe mich entschieden! Ich WILL jetzt das Schlagende Tier als meinen HERRn haben!“, in meinen Ohren und voller innerer und schon seit einige Zeit aufgestauter Wut, sprang ich wie von der Tarantel gestochen aus unserem Bett.