Kapitel 07 – Wie sich psychische Störungen gegenseitig ambivalent anziehen – Teil 3

Inzwischen waren die Weihnachtstage da und der Jahreswechsel war auch nicht mehr weit. Frigga wollte ihre Familie zum Weihnachtsfest einladen und da störten Katja und ich ein wenig, weswegen wir mit dem Schlagenden Tier verabredet hatten, dass wir an einem der Weihnachtsfeiertage bei ihm spielerisch vorbeikommen und auch auf Grund unseres Wohnungsproblem bei ihm übernachten würden. Auch für den Silvesterabend verabredeten wir uns, da das Schlagende Tier auch für diesen Abend nichts weiter für sich geplant hatte.

In der Zwischenzeit hatte uns das Schlagende Tier auch auf den Berliner Fernsehturm und auf einen der Berliner Weihnachtsmärkte eingeladen. Katja machte das alles sehr großen Spaß, auch wenn die Menschenmassen für sie sehr stressig waren. Da Katja in der BDSM-Bar nicht immer in ihrer nicht vorhandenen Fetischkleidung aufkreuzen konnte, bot das Schlagende Tier an, sie „entsprechend seinen Vorstellungen“ einzukleiden. Er kam mit dem Fetisch, den Katja und ich gemeinsam mochten*, überhaupt nicht klar und betonte auch später beim spielen und in unseren Gesprächen immer und immer wieder, dass er mit Katja ganz anders umgehen würde und überhaupt ALLES ganz anders machen würde. Wäre sie sein „Eigentum“ würde er vor allem viel restriktiver mit Katja umgehen und sie viel gezielter und viel härter „in seinem Sinne“ erziehen. Bei all diesen Worten musste ich wieder an seine Frau denken, von der er sich gerade wegen ihrer psychischen Probleme scheiden ließ und was ich bei ihm bis jetzt alles an sozialkompetenten Defiziten wahrgenommen hatte. Immer und immer wieder versuchte ich dem Schlagenden Tier klar zu machen, dass es NICHT um seine sondern um Katjas Wünsche ging.

*) Mein Basisfetisch, auf dem alles Weitere in einer von mir gewünschten HERRlichen Beziehung aufbaut, ist die absolute Nackthaltung meiner Angebeteten, inklusive der entsprechenden Nackterziehung und dies bis hin zu einem (fast?) hundert prozentigem 24/7-Nacktleben**.

**) Ich weiß aus Erfahrung, dass beim Thema „24/7-Nackthaltung“ gleich wieder einige totale Schnappatmung bekommen, aber… „Der (lustgeile) Weg dorthin, und die frivolen Abenteuer die Mann und natürlich auch die entsprechend interessierte und absolut willige Frau dabei erlebt, ist das Ziel!“

Beim Einkaufen betonte das Schlagende Tier immer und immer wieder, dass es ihm immer sehr großen Spaß machen würde, junge Frauen nach „seinen“ Vorstellungen einzukleiden und dass er darin ein großer Meister sei. Auch bei all dem machte ich immer wieder darauf aufmerksam, dass Katja nicht sein Eigentum sei und er sich durch all seine spendablen Gaben keine Rechte an Katja erkaufte. Das Schlagende Tier versicherte genau so hartnäckig, dass dem nicht so sei und er sich an unsere Vereinbarung halten würde.

Immer und immer wieder machte ich dem Schlagenden Tier klar, wie empfindsam Katjas Seele war und das es um seine Hilfe im Sinne unserer Vereinbarung und NICHT vorrangig um seine Gefühle, sowie seine Triebe ging. Genau so oft, wie ich dies ansprach, betonte er auch immer und immer wieder, dass auch er nur das Beste für Katja wolle. Ich dachte bei seinen Beteuerungen immer und immer wieder an seine Frau und mir wurde auch immer klarer, warum er sich absolut nicht in einen anderen Menschen hinein versetzen und ihm in seinem Sinne (also im Sinne des anderen Menschen) helfen und für ihn da sein konnte.

Ich versuchte Katja vorsichtig zu vermitteln, was hier eigentlich ablief und dass das Schlagende Tier versucht sie mit unfairen Mitteln auf seine Seite zu ziehen. Katja wiegelte aber schon in dem Moment als ich es nur ansprechen wollte, total ab. Eigentlich überlegte ich an dieser Stelle das Verhältnis zum Schlagenden Tier zu beenden, aber Katja war inzwischen so sehr von diesem falschen Knaben beeindruckt, so dass sie mich zu ihrem Staatsfeind Nummer eins erklärt hätte, wenn ich den Kontakt jetzt abgebrochen hätte. Außerdem wollte ich genau diese „Verbotsmuster“, die Katja von ihren Eltern her kannte und worauf sie so enorm konditioniert war, niemals selbst bei ihr anwenden. Da stand ich nun in einer weiteren Zwickmühle der Unehrlichkeit, Feigheit und Hinterlist und genau solches Verhalten und Situationen kann ich für mein Leben nicht ab. Statt eines weiteren kompetenten Assistenten, um die Probleme um Katja zu lösen, hatte ich mir eigenständig ein weiteres Problem mit ins Boot geholt

Katja und das Schlagende Tier witzelten auch ab und an darüber, dass ich mich doch mal von ihnen dominieren lassen sollte und wer mich aber kennt, wie aggressiv ich darauf reagiere, wenn man mich gegen meinen Willen vereinnahmen oder zu etwas bringen will was ich nicht möchte, der weiß, dass er in solch einer Situation besser in Deckung gehen sollte. Auf Grund genau dieser, bei mir vorhanden posttraumatischen Belastungsstörung, bin ich ja bereits auf Basis eines entsprechenden ärztlichen Gutachtens* seit meinem fünfzigsten Lebensjahr im Vorruhestand.

*) Ich nenne dieses Gutachten immer auch: „Gesellschaftliche Inkompatibilitätsbescheinigung“ 😉

Inzwischen war die erste Januarwoche des neuen Jahres rum und die Wohnbaugesellschaft aus Eisenhüttenstadt meldete sich bei uns. Wir sollten alsbald vorbeikommen, da man für uns zwei Wohnungen hätte, die wir relativ zügig übernehmen könnten. Die eine Wohnung war aber erst zum 1. März verfügbar und die andere konnten wir umgehend als Nachmieter übernehmen, wobei die Wohnung voll möbliert und mit der wichtigsten Technik (Waschmaschine, Kühlschrank, Tiefkühler usw.) ausgestattet war. Die Küche war komplett, mit allem was man brauchte, bestückt. Außerdem hatte die Wohnung über die gesamte Wohnungsbreite einen genau nach Süden ausgerichteten Balkon, der sich absolut perfekt für ein oder zwei Solarmodule einer Balkonsolaranlage eignete. Hier konnte ich als Eigenproband in meiner eigenen Projektidee des „Naturgegebenen Grundeinkommens“ das Ganze in solch einem Umfeld selber testen.

Eigentlich war alles bzw. die gesamte Wohnung perfekt, nur waren die Vormieter, ein älteres Ehepaar, starke Raucher. Der Mann war kurz zuvor verstorben, da er wohl den Tod seiner zuvor verstorbenen Frau nicht verkraftet hatte. Wir hätten somit nur schnell die Wände wenigstens einmal mit Antinikotinfarbe überpinseln müssen, wobei Frigga und das Schlagende Tier bereits völlig unabhängig ihre Hilfe angeboten hatten. Für mich stand aber zu dieser Zeit schon fest, dass das Schlagende Tier unsere neue Wohnung nicht betreten würde und dass ich seine Dienstleistung für Katja langsam einstellen werde. Mir ging der Mann nur noch auf die Ketten, da seine Handlungsweisen in Bezug auf Katja immer übergriffiger wurden.

Inzwischen mussten wir leider alle Wege zu Fuß bzw. nur noch mit den öffentlichen Verkehrsmitteln erledigen, da ich meinen Gfa-Flitzer (siehe nachstehend verlinkte Fotos) abstoßen musste. Ich hatte dieses absolut treue Gefährt vor gut zwei Jahren geschenkt bekommen und musste es damals nur für ein paar Euro durch den TÜV bekommen. Jetzt war der TÜV wieder fällig und ich musste mich dafür entscheiden, ob ich mein kaum vorhandenes Geld in den Wagen stecke oder Katja mit durchfüttere. Für was ich mich entschied, kann sich der geneigte Leser bzw. die geneigte Leserin natürlich bestimmt denken.

Gfa-Flitzer
Gfa-Flitzer - Weltrettung durch Therapie

Meinen Flitzer abzustoßen war aber nicht wirklich schlimm. Auf Grund des Grades der Behinderung von Katja ist für sie jeglicher Regionalverkehr frei und sie darf noch dazu grundsätzlich eine Begleitperson kostenlos mitnehmen. Für die Fahrten nach Fürstenwalde und jetzt nach Eisenhüttenstadt usw. war dies sehr hilfreich. Für regelmäßige Fahrten von Berlin nach Eisenhüttenstadt war die Entfernung für meinen Flitzer eh zu groß. Das wäre zu viel ins Geld gegangen. In Berlin brachte mir mein Flitzer auch nur wenig, da ich alle öffentlichen Verkehrsmittel innerhalb Berlins schon aus Prinzip grundsätzlich kostenlos nutze. Das Geld, welches dafür im Hartz-IV-Regelsatz, der auch für die (aufstockende) Grundsicherung gilt, vorgesehen ist, reicht vorne und hinten nicht.**

Wenn ich auf dieser Basis dann immer beim sogenannten „Schwarzfahren“ von dem dafür zuständigen Fachpersonal*** erwischt werde, lasse ich alle so entstandenen Kosten von ihnen einfach auf meine bereits bestehende Rechnung setzen. Von der Staatsanwaltschaft bekomme ich dafür dann immer wieder zyklisch eine Sammelrechnung zugestellt und wir treffen uns darauf hin dann sehr regelmäßig zu erweiterten Preisabsprachen in ihrem Gerichtssaal. Dieses Vergnügen hatten wir bereits schon vier oder fünf mal (ich habe dummer Weise vergessen mitzuzählen).

Bei diesen erweiterten Preisabsprachen komme ich dem ehrenwerten Richter*** bzw. der ehrenwerten Richterin*** natürlich, einsichtig wie ich nun einmal von Natur aus bin, immer auch etwas entgegen. Ich lasse mich dann immer, natürlich auch auf Basis der immensen richterlichen Güte, auf den höchstmöglichen Kostensatz ein und arbeite diese Kosten dann freiwillig verurteilt in einer sozialen Initiative ab****, in der ich aber sowieso schon ganzheitlich ehrenamtlich tätig bin. Auf diese Weise haben wir alle eine Runde Spaß und wir können die gerichtliche Bühne immer wieder völlig kostenlos für unsere gesellschaftspolitische Aufklärungs- und Bewusstmachungsarbeit nutzen.

**) Ich werde bei den erweiterten Preisabsprachen von der erlauchten Richterlichkeit auch immer wieder darauf hingewiesen, dass ich doch das fehlende Geld z.B. für ein Sozialticket aus anderen Bereichen das Regelsatzes entnehmen und somit intern umlagern bzw. umbuchen soll. Ich erkläre denn der durchlauchten gesetzlichen Admiralität immer, dass ich genau dies ja mache, da ALLE Bereiche im Regelsatz unterfinanziert sind und somit am Ende 0,- Euro (in Worten: Null Euro) zur Finanzierung meiner Nahverkehrsbedürfnisse übrig bleiben. Was viele Menschen in diesem Zusammenhang z.B. auch nicht wissen ist der Umstand, dass im Regelsatz gerade mal knapp 19,- Euro für den Nahverkehr und für den Fernverkehr ganze zwei Euro (in Zahlen: 2,- Euro) im Monat vorgesehen sind.***** Ich benenne diesen Umstand immer auch als „finanzielle Berliner Mauer“ da ich Berlin auf normalem Wege kaum noch verlassen kann. Ich möchte mich diesbezüglich aber absolut nicht beschweren oder sogar undankbar erscheinen, da ich ja nun (trotz meines sozialen Standes als gelernter Ossi) wenigstens auf dem Kudamm shoppen gehen kann. Welches staatlich geprüfte Verbrechen aber eigentlich wirklich hinter den gesetzlichen Regelungen bezüglich der Hartz-IV-Gesetzgebungen bzw. der sogenannten Agenda 2010 steht, kann der geneigte Leser bzw. die geneigte Leserin, wenn es den gewünscht wird, im folgenden verlinkten Beitrag nachlesen: „Regelsatz wird absichtlich klein gerechnet“.

***) Ich sorge mit meinem persönlichen Einsatz dafür, dass dieses Fachpersonal, sowie auch die gesamte Gerichts- und entsprechende Bestrafungsindustrie „Arbeit“ hat und werde dafür, als Vollfreizeitarbeitsplatzgarant mit Sicherheit irgendwann das Bundesverdienstkreuz verliehen bekommen.

****) Diese wundervolle Arbeitsbeschaffungsprogramm, auf Basis falscher Schuldüberfrachtungen bzw. der in Deutschland tief verwurzelten sogenannten „Schwarzen Pädagogik„, nennt sich übrigens „Arbeit macht fr…“… ne Quatsch… „Arbeit statt Strafe“. Für einen möglichen Zwangseinsatz in einer Einrichtung, die ich nicht bestimmen kann, habe ich mir bereits (Faschings-) Sträflingskleidung, inklusive eines eloquenten schwarz/weiß gestreiften Schals angeschafft. Er müsste nur mal gebügelt werden, wofür ich noch eine nackte Aushilfskraft… Ups! Sorry! Das lassen wir an der Stelle jetzt besser. 😉

*****) Zur Anschaffung eines Fahrrades sind übrigens im Regelsatz 0,- (in Worten: Null) Euro vorgesehen und um dieses nicht vorhanden Fahrrad instand zu halten, werden immerhin üppige 0,60 Euro (in Worten: sechzig Cent) monatlich von Vater Staat bereit gestellt. Aber auch hier möchte ich mich wiederum absolut nicht beschweren, da es obendrauf noch gut einen (in Zahlen: 1,-) Euro monatlich für das Fahrradzubehör gibt. Um nicht undankbar zu erscheinen, überlege ich bereits, ob ich deswegen nicht besser mit Helm und z.B. gelber Signalweste (natürlich umsonst) usw. Straßenbahn fahren sollte.

Ein wichtiger Hinweis: Durch die jährlichen Erhöhungen des Regelsatzes um meist ganze 7,- Euro, weichen alle o.g. Angaben um rund 0,001 bis 0,01 Prozent bzw. Euro… ne quatsch… Cent NACH OBEN(!!!) ab.

Es war Mitte Januar und endlich war der Arzttermin in der Charité dran. Das große Problem war aber, dass Katja wahnsinnige Angst vor diesem Termin hatte. Ihre drei großen Ängste waren dabei vor allem, dass sie erstens schon alleine vor dem Betreten des Krankenhausgeländes totalen Horror hatte. Zweitens hatte sie riesengroße Angst vor einer möglichen Spritze und drittens, und dies war ihre absolut größte Angst, dass sie eventuell Medikamente bekommen würde, die ihre sexuelle Triebkraft unterdrücken würde, wodurch sie sich dann nicht mehr, wie von ihr so sehnsüchtig gewünscht, sexuell richtig bzw. aktiv ausleben könnte.

Ich versuchte Katja wie üblich all ihre Ängste zu nehmen und erklärte ihr, dass NICHTS ohne ihre Einwilligung geschehen würde und es bei diesem Termin ja auch erst einmal NUR um eine erste Untersuchung bzw. ein erstes Gespräch geht. Ich erklärte Katja, dass wir danach, wie üblich, erst alles Weitere besprechen und dann erst entscheiden, wie es weiter geht. Ich predigte und predigte und bekam Katja mehr oder weniger in die Ruhe aber eigentlich nicht wirklich. Zum Glück wollte Katja aber auch, dass ihre Prügelattacken aufhörten, damit wir beide endlich zur Ruhe kommen könnten und um unseren gemeinsam geplanten lustvollen Weg weiter zu gehen. Um es Katja noch weiter zu erleichtern, fragte ich sie, ob es helfen würde, wenn das Schlagende Tier mitkommen würde, wobei ich ihr dieses nur sehr widerwillig anbot. Ich konnte diesen Kerl und seine Schwammigkeit inzwischen überhaupt nicht mehr ab. Aber es half Katja und ehrlich gesagt würde ich für diese Frau alle Kompromisse dieser Welt eingehen, damit sie weiter in die Heilung kommt.

Für Katja wurde der Weg in die Klinik dadurch leichter und sie war durch das Schlagende Tier einigermaßen abgelenkt. Ich war beruhigt, weil ich sehr große Angst hatte, dass sie im letzten Moment eventuell abspringen bzw. sich total blockieren würde.

Hatte die junge Dame an der Anmeldung in der Charite vor ein paar Wochen absolut keine Probleme mit unserer Alterskonstellation zwischen Katja und mir, so war dies nun, bei der Ärztin die wir besuchten, völlig anders. Sie stellte mich, so wie wir es bereits vom SpD in Fürstenwalde her kannten, sofort unter missbräuchlichen Generalverdacht. Sie forderte uns auf SOFORT die Telefonnummern der Eltern von Katja raus zu geben und schickte uns wieder ins Wartezimmer. Außerdem setzte sie noch einen hauseigenen Psychologen auf uns an, der uns, wie wir es von dem SpD in Fürstenwalde bereits kannten, getrennt „vernehmen“ wollte. Als wir dann wieder bei der Ärztin in ihrem Sprechzimmer drin waren, machte sie uns unmissverständlich klar, dass sie mit unserer Beziehung ein großes Problem hatte, außerdem wollte sie wissen, wer der andere Mann draußen war, der uns begleitete.

Zu guter letzte bekamen wir noch eine kostenlose Beratung zur Verhütung, nach der wir überhaupt nicht gefragt hatten und die für uns auf Grund der gesamten Konstellation von Katjas Gesundheitszustandes aktuell überhaupt nicht im Vordergrund stand. Einen Moment lang dachte ich schon, wir würden bezüglich dem eigentlichen Wutanfall-Problem von Katja gar keine Hilfe mehr bekommen, obwohl wir immer wieder betonten, dass für Katja langsam Verletzungsgefahr bestand. Als letzten Akt bekamen wir dann aber einfach nur die Adresse und Telefonnummer vom „Institut für Sexualwissenschaft und Sexualmedizin“, was eine speziellere Abteilung der Charité ist.

(Noch die pädophilie Unterstellung der Ärztin mit einarbeiten.)

Als wir wieder draußen im Wartesaal beim Schlagenden Tier waren und ihm von all dem gerade erlebten erzählten, teilte uns das Schlagende Tier mit, dass er das Institut kenne. Seine Frau wird dort behandelt und wenn ich mich rechte entsinne, begleitete er sie wohl auch dorthin. Ich dachte mich trifft erneut der Schlag. Das Schlagende Tier wusste die ganze Zeit, wo wir uns mit Katjas Problematik zielgerichtet hinwenden hätten können und er hat aber kein Ton dazu gesagt. Ich war wegen der Ärztin und dass unser gerade stattgefundener Besuch eigentlich fast völlig arschlos war und das noch dazu das Schlagende Tier schon lange hätte helfen können, innerlich unbeschreiblich wütend. Ich musste mich extrem zusammen nehmen, um nicht vor Wut auszurasten.

Katja selbst hatte die Information vom Schlagenden Tier gar nicht realisiert. Dafür waren wir beide aber von dem Termin bzw. dem Arztbesuch maßlos enttäuscht. Wir hatten so lange auf diesen wirklich, wichtigen Termin gewartet und uns wenigsten etwas Hilfe davon versprochen. Jetzt hieß es noch weiter warten und einen neuen Termin im Institut holen und für mich und Katja hieß es weitere Wutanfälle bzw. Prügelattacken durchzustehen. Ich hätte am liebsten geschrien und geheult.

Mit dem Schlagenden Tier hatte ich inzwischen ein immer größer werdendes Problem. Als wir uns einmal in einer Bar bei ihm in der Nähe trafen, berührte er Katja unsittlich vor der Bedienung und im Stehen an einer Haltestelle der Tram, fasste er Katja bei der anderen Hand, obwohl ich sie selber an der Hand hatte. Er sah dies alles als ganz normal an. Ich machte ihn in einem Moment wo Katja es nicht mitbekam darauf aufmerksam, dass ich seine Zudringlichkeiten in Bezug auf Katja nicht möchte. Das Schlagende Tier eröffnete mir darauf hin erneut, dass er seelisch so sehr unter Druck stand, Katja für sich haben zu wollen, dass er mit sich selbst überhaupt nicht mehr klar kam.****** Für mich stand fest, dass wir uns schnellstens von ihm trennen müssen, nur wie sollte ich dies bewerkstelligen, ohne Katja total zu enttäuschen oder sogar emotionell zu verletzen und mit meinen eigenen seelischen und körperlichen Kräften war ich noch dazu ganz schön am Ende.

*******) Erst jetzt wieder beim Schreiben fällt mir ein, dass er sich in dieser Zeit mehrfach krank schreiben ließ. Ob sein seelischer Leidensdruck, Katja unbedingt in seinen Besitz bekommen zu müssen damit im Zusammenhang stand, weiß ich natürlich nicht.